Berufsunfähigkeitsversicherung mit Hypertonie
Bluthochdruck bedeutet nicht automatisch, dass Du keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr abschließen kannst. Ist deine Hypertonie gut behandelt, sind die Werte stabil und bestehen keine relevanten Folgeerkrankungen, stehen die Chancen für den Abschluss einer guten BU je nach Versicherer durchaus gut.
Wie ein Versicherer deinen Bluthochdruck bewertet, hängt vom individuellen Verlauf und den jeweiligen Annahmerichtlinien ab. Deshalb stellen wir vor dem eigentlichen BU-Antrag immer eine anonyme Risikovoranfrage. So lässt sich vorab ohne Risiko prüfen, welche Versicherer deinen Fall zu welchen Bedingungen annehmen würden.
BU-Chancen mit Hypertonie prüfen
Kann ich trotz Bluthochdruck eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?
Grundsätzlich ja. Eine diagnostizierte Hypertonie führt bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht automatisch zu einer Ablehnung. Entscheidend ist vielmehr, wie ausgeprägt der Bluthochdruck ist, wie lange er bereits besteht und wie gut er behandelt beziehungsweise eingestellt ist.
Besonders relevant ist außerdem, ob bereits Begleit- oder Folgeerkrankungen bestehen.
Ein gut behandelter und stabiler Bluthochdruck ohne relevante Folgeerkrankungen stellt deshalb eine andere Ausgangssituation dar, als eine dauerhaft schlecht eingestellte Hypertonie mit weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Je nach Versicherer und persönlicher Situation kann eine Annahme beispielsweise zu normalen Konditionen oder mit einem Risikozuschlag möglich sein. In anderen Fällen kann eine Zurückstellung sinnvoll sein oder es kann zur Ablehnung kommen.
Welche Versicherer dich zu welchen Bedingungen konkret annehmen, klären wir deshalb vor einem Antrag immer über eine anonyme Risikovoranfrage.

Warum ist Bluthochdruck für die BU überhaupt relevant?
Bluthochdruck, medizinisch auch Hypertonie genannt, verursacht häufig über längere Zeit kaum Beschwerden. Dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte können allerdings die Gefäße belasten und langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle oder Nierenschäden erhöhen.
Für einen BU-Versicherer ist deshalb nicht nur entscheidend, dass die Diagnose Bluthochdruck gestellt wurde. Relevant ist vielmehr, wie sich die Erkrankung entwickelt hat, wie der aktuelle Stand ist und welches zukünftige Risiko sich daraus ergibt.
Wie bewerten BU-Versicherer Bluthochdruck?
Bei der Risikoprüfung können unter anderem folgende Punkte relevant sein:
- Seit wann besteht der Bluthochdruck?
- Wie hoch beziehungsweise stabil sind die Blutdruckwerte?
- Wird der Bluthochdruck medikamentös behandelt?
- Welche Medikamente werden eingenommen?
- Finden regelmäßige ärztliche Kontrollen statt?
- Gab es auffällige Untersuchungsbefunde?
- Bestehen Beschwerden aufgrund des Bluthochdrucks?
- Gibt es Begleiterkrankungen oder weitere Risikofaktoren?
- Sind bereits Herz, Gefäße, Nieren oder andere Organe betroffen?
- Gab es deshalb Arbeitsunfähigkeiten oder Krankenhausaufenthalte?
Je vollständiger und klarer der Verlauf dokumentiert werden kann, desto besser lässt sich die Situation im Rahmen der anonymen Risikovoranfrage einordnen.
Wann ist Bluthochdruck bei einer BU eher unproblematisch?
Eine vergleichsweise günstige Ausgangslage besteht insbesondere dann, wenn der Bluthochdruck:
- gut medikamentös eingestellt ist
- über einen längeren Zeitraum stabile Werte zeigt
- regelmäßig ärztlich kontrolliert wird
- keine oder nur geringe Beschwerden verursacht
- nicht zu relevanten Folgeerkrankungen geführt hat
- nicht zusammen mit weiteren schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen auftritt
Das bedeutet nicht, dass in solchen Fällen automatisch eine Normalannahme erfolgt. Die Risikoprüfung kann sich zwischen den verschiedenen Versicherern enorm unterscheiden.
In der Praxis gilt: Ein gut medikamentös eingestellter und behandelter Bluthochdruck kann durchaus gut versicherbar sein.
Wann wird Bluthochdruck bei der BU schwieriger?
Genauer prüfen Versicherer in der Regel, wenn beispielsweise:
- die Blutdruckwerte dauerhaft extrem erhöht oder stark schwankend sind
- die Einstellung trotz Behandlung schwierig ist
- zusätzliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen
- Nieren, Gefäße oder andere Organe betroffen sind
- weitere relevante Risikofaktoren hinzukommen
- der Verlauf noch nicht ausreichend beurteilt werden kann
In solchen Fällen wird die Risikoprüfung komplexer, jedoch nicht aussichtslos. Umso wichtiger ist es, nicht einfach „auf gut Glück“ einen regulären BU-Antrag bei einem beliebigen Versicherer zu stellen, sondern zunächst über eine anonyme Risikovoranfrage zu klären, wie verschiedene Gesellschaften den Fall bewerten.

Welche Ergebnisse sind bei der Risikoprüfung möglich?
Die Entscheidung hängt immer vom konkreten Einzelfall und den Annahmerichtlinien des jeweiligen Versicherers ab.
| Ausgangslage | Mögliche Entscheidung |
|---|---|
| Gut eingestellter, stabiler Bluthochdruck ohne relevante Begleiterkrankungen | Normalannahme oder Annahme mit Risikozuschlag kann möglich sein |
| Bluthochdruck mit zusätzlichen Risikofaktoren | Genauere Prüfung, ggf. Risikozuschlag |
| Noch unklarer oder instabiler Verlauf | Weitere Unterlagen oder Zurückstellung möglich |
| Schwerer Bluthochdruck mit relevanten Folgeerkrankungen | Leistungsausschluss oder Ablehnung möglich |
Diese Übersicht ist keine verbindliche Annahmeprognose. Versicherer bewerten identische gesundheitliche Angaben teilweise unterschiedlich.
Genau deshalb führen wir bei unseren Kunden vor dem eigentlichen BU-Antrag immer eine anonyme Risikovoranfrage durch.
Führt Bluthochdruck automatisch zu einem Risikozuschlag, Leistungsausschluss oder zur Ablehnung?
Nein. Risikozuschlag, Leistungsausschluss und Ablehnung sind mögliche Ergebnisse einer Antragstellung zur BU mit Bluthochdruck, aber nicht automatisch die Folge einer Hypertonie.
Je nach Ausprägung und Versicherer kann auch eine Annahme zu normalen Konditionen möglich sein. Deshalb reicht es nicht aus, einfach den günstigsten BU-Tarif auszuwählen und einen Antrag zu stellen.
Zuerst sollte geklärt werden, welche Versicherer deinen Fall überhaupt annehmen und zu welchen Bedingungen. Genau dafür nutzen wir die anonyme Risikovoranfrage. Sie hilft dir dabei, ohne Risiko zu klären, ob und zu welchen Bedingungen Du eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankung abschließen kannst.

Welche Unterlagen können bei Bluthochdruck wichtig sein?
Versicherer möchten den Verlauf möglichst gut einschätzen können. Je nach Fall können deshalb beispielsweise folgende Informationen erforderlich oder hilfreich sein:
- aktuelle Blutdruckwerte beziehungsweise deren Verlauf
- Angaben zur bisherigen Behandlung
- aktuelle Medikation
- ärztliche Kontrollbefunde
- Ergebnisse bereits durchgeführter Untersuchungen
- Informationen zu möglichen Begleiterkrankungen
Welche Unterlagen für deinen konkreten Fall benötigt werden, klären wir im Rahmen der Aufbereitung für die Risikovoranfrage.
Muss ich Bluthochdruck bei den Gesundheitsfragen angeben?
Ja. Bluthochdruck wird bei der Gesundheitsprüfung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgefragt und muss wahrheitsgemäß angegeben werden.
Die Gesundheitsfragen erfassen unter anderem Erkrankungen und Behandlungen des Herz-Kreislauf-Systems. Dazu gehört auch eine diagnostizierte beziehungsweise behandelte Hypertonie. Auch die Einnahme von Blutdruckmedikamenten ist für die Risikoprüfung relevant.
Wie weit der Versicherer dabei zurückfragt und welche Angaben konkret erforderlich sind, ergibt sich aus dem jeweiligen Antrag und den dort gestellten Gesundheitsfragen.
Bluthochdruck sollte deshalb vollständig und korrekt angegeben werden. Eine bestehende Hypertonie bedeutet dabei keineswegs automatisch, dass eine BU nicht möglich ist. Entscheidend ist vielmehr, wie der Versicherer den konkreten Verlauf bewertet.
Warum bewerten Versicherer Bluthochdruck unterschiedlich?
Versicherer haben eigene Annahmerichtlinien und bewerten gesundheitliche Risiken unterschiedlich.
Ein Versicherer kann einen bestimmten Verlauf beispielsweise zu normalen Bedingungen akzeptieren, während ein anderer dafür einen Risikozuschlag verlangt oder zu einer anderen Einschätzung kommt.
Auch die Kombination verschiedener Faktoren kann eine Rolle spielen. Dazu gehören neben der Hypertonie beispielsweise Alter, Beruf, weitere Diagnosen oder zusätzliche Risikofaktoren.
Genau deshalb ist eine anonyme Risikovoranfrage unserer Meinung nach der Goldstandard vor dem eigentlichen BU-Antrag.
Statt deinen Gesundheitszustand direkt über einen formellen Antrag von nur einem Versicherer beurteilen zu lassen, können wir zunächst anonymisiert bei mehreren geeigneten Gesellschaften prüfen, wie sie deinen konkreten Fall einschätzen.
Warum stellen wir vor dem BU-Antrag eine anonyme Risikovoranfrage?
Weil sie der Goldstandard bei der Risikoprüfung einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist.
Bei einer anonymen Risikovoranfrage wird dein gesundheitlicher Sachverhalt vollständig aufbereitet und geeigneten Versicherern ohne deine persönlichen Identifikationsdaten zur Einschätzung vorgelegt.
Damit wissen wir bereits vor einem formellen Antrag:
- welche Versicherer dich grundsätzlich versichern würden
- ob eine Annahme zu normalen Bedingungen möglich ist
- ob ein Risikozuschlag verlangt wird
- ob weitere Unterlagen benötigt werden
- ob ein Versicherer den Fall zurückstellen oder ablehnen würde
Die Rückmeldungen der Versicherer können anschließend miteinander verglichen werden.
Das ist deutlich sinnvoller, als zuerst einen regulären Antrag zu stellen und erst nach der Entscheidung des Versicherers zu erfahren, ob und zu welchen Bedingungen Versicherungsschutz möglich ist.
Bei RISK007 ist die anonyme Risikovoranfrage deshalb fester Bestandteil unseres Vorgehens bei der BU-Risikoprüfung.
Risikovoranfrage BU bei Bluthochdruck
Direkte BU-Antragstellung ohne Risikovoranfrage möglich?
Ja, absolut. Eine gute Idee ist das in der Regel aber nicht.
Du kannst natürlich direkt bei einem Versicherer einen Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung stellen und dort deine Gesundheitsfragen beantworten. Technisch ist dafür keine vorherige Risikovoranfrage erforderlich.
Der Nachteil: Mit dem Antrag legst Du dich sofort auf einen Versicherer fest, obwohl Du noch gar nicht weißt, wie dieser deinen Bluthochdruck bewertet.
Was spricht gegen einen direkten BU-Antrag?
1. Der Antrag ist nicht anonym
Bei einem regulären Antrag kennt der Versicherer deine persönlichen Daten und deine vollständigen Gesundheitsangaben. Entscheidet er sich gegen eine Annahme oder bietet nur ungünstige Konditionen an, lässt sich diese Entscheidung nicht einfach wieder ungeschehen machen.
2. Eine Ablehnung kann im HIS vermerkt werden
Lehnt ein Versicherer deinen BU-Antrag ab, kann dies unter bestimmten Voraussetzungen an das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft, kurz HIS, gemeldet werden.
Andere Versicherer können solche Hinweise bei einer späteren Risikoprüfung berücksichtigen. Eine unnötige formelle Ablehnung sollte deshalb möglichst vermieden werden.
Bei einer anonymen Risikovoranfrage besteht dieses Problem nicht, weil der Versicherer deine Identität nicht kennt.
3. Du weißt vorher nicht, welcher Versicherer deinen Bluthochdruck am besten bewertet
Versicherer haben unterschiedliche Annahmerichtlinien. Ein Versicherer kann einen gut eingestellten Bluthochdruck zu normalen Bedingungen akzeptieren, während ein anderer einen Risikozuschlag verlangt oder den Antrag ablehnt.
Wenn Du direkt einen Antrag stellst, erfährst Du erst nach der vollständigen Prüfung, wie genau dieser eine Versicherer deinen Fall bewertet.
Mit einer Risikovoranfrage können dagegen mehrere geeignete Versicherer vorab miteinander verglichen werden.
4. Mehrere Anträge auf eigene Faust sind zeitaufwendig und nicht standardisiert
Wer selbst herausfinden möchte, welcher Versicherer die besten Bedingungen bietet, müsste theoretisch nacheinander oder parallel verschiedene vollständige Anträge stellen.
Jeder Versicherer verwendet eigene Gesundheitsfragen, eigene Formulare und teilweise unterschiedliche Zusatzfragebögen. Unterlagen müssen mehrfach eingereicht und Rückfragen einzeln beantwortet werden.
Eine strukturierte Risikovoranfrage ist wesentlich effizienter: Der gesundheitliche Sachverhalt wird einmal sauber aufbereitet und anschließend gezielt verschiedenen Versicherern zur Einschätzung vorgelegt.
5. Eine Ablehnung beim ersten Versicherer sagt wenig über deine tatsächlichen BU-Chancen aus
Gerade bei Vorerkrankungen wie Bluthochdruck unterscheiden sich die Bewertungen teilweise deutlich.
Eine Ablehnung bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass Du generell keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen kannst. Sie bedeutet zunächst nur, dass dieser Versicherer deinen konkreten Fall unter seinen Annahmerichtlinien nicht versichern möchte.
Umso sinnvoller ist es, diese unterschiedlichen Einschätzungen vor einem formellen Antrag anonym abzufragen.
BU auf eigene Faust beantragen?
Davon würden wir abraten. Nicht weil ein direkter Antrag grundsätzlich unmöglich wäre, sondern weil Du dadurch unnötige Risiken eingehst und dir unter Umständen spätere Möglichkeiten verbaust.
Bei RISK007 stellen wir deshalb nicht einfach auf Verdacht einen BU-Antrag.
Zuerst bereiten wir deine gesundheitliche Situation auf und führen eine anonyme Risikovoranfrage bei geeigneten Versicherern durch. Erst wenn die Rückmeldungen vorliegen und klar ist, welcher Versicherer dich zu welchen Bedingungen annehmen würde, wird der eigentliche Antrag gestellt.
Das ist für uns der Goldstandard bei der BU-Risikoprüfung.
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