Öffnungsklausel PKV Beamte: Private Krankenversicherung trotz Vorerkrankung

Öffnungsklausel PKV Beamte: Private Krankenversicherung trotz Vorerkrankung

Vorteile, Nachteile und Alternativen zur PKV Öffnungsaktion für Beamte

PKV Öffnungsklausel Beamte mit Vorerkrankung
PKV Öffnungsklausel Beamte mit Vorerkrankung
Torsten Priesemann

Torsten Priesemann

Spezialist für Kranken- & Pflegeversicherung

Stand: 7. Januar 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Öffnungsklausel = garantierter PKV-Zugang für Beamte mit Vorerkrankungen: Beamte können in den ersten 6 Monaten nach Beginn des Beamtenverhältnisses unter erleichterten Bedingungen in die PKV aufgenommen werden.
  • Öffnungsklausel sollte nicht vorschnell genutzt werden: Viele Vorerkrankungen lassen sich auf regulärem Weg besser (leistungsstärker oder günstiger) versichern.
  • Öffnungsaktion hat Nachteile: Der Schutz ist in der Regel nicht so gut wie reguläre Tarife. Wichtige Beihilfeergänzungstarife sind über die Öffnungsklausel nicht verfügbar.
  • Sorgfältiger Anbieter-Vergleich notwendig: Auch die Tarife der an der Öffnungsaktion teilnehmenden Versicherungen unterscheiden sich teilweise deutlich. Ein sorgfältiger Vergleich ist extrem wichtig!
  • Der erste Antrag muss passen: Du hast nur einen einzigen Versuch! Sobald Du dich für einen Anbieter entscheidest, bist Du an ihn gebunden. Du kannst über die Öffnungsaktion zu keinem anderen PKV Anbieter mehr wechseln.

Unsere Empfehlung

  • Immer zuerst eine anonyme Risikovoranfrage: Bevor Du die PKV Öffnungsaktion nutzt, solltest Du mit einer anonymen Voranfrage prüfen, ob eine reguläre Aufnahme (oft mit besseren Leistungsoptionen) möglich ist, ohne direkt einen offiziellen Antrag zu stellen.
  • Gesundheitsangaben sauber aufbereiten: Ehrlich, vollständig und nachvollziehbar (Diagnosen, Zeiträume, Medikamente). Das sorgt für realistische Rückmeldungen der Versicherer und weniger Stress bei der späteren Antragstellung.
  • Timing beachten: Manche Vorerkrankungen fallen nach einigen Jahren aus den Abfragezeiträumen heraus. Wir prüfen für dich, bei welchen Anbietern eine erneute Anfrage zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoll sein kann.
  • Reguläre PKV ist langfristig oft die bessere Lösung: Die Öffnungsklausel für Beamte sollte meist erst dann genutzt werden, wenn eine normale Aufnahme in die PKV zu teuer oder nicht möglich ist.
  • Tarife gezielt vergleichen, auch innerhalb der Öffnungsaktion: Kerntarife unterscheiden sich teils deutlich. Gerade weil Beihilfeergänzungstarife über die Öffnungsaktion häufig nicht verfügbar sind, muss der Grundschutz umso besser passen.
  • Beratung vom Experten nutzen: Als freier Versicherungsmakler sind wir spezialisiert auf die PKV Öffnungsaktion für Beamte und anonyme Risikovoranfragen. Buche jetzt ein kostenloses Erstgespräch und lerne unsere Arbeitsweise unverbindlich kennen.

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In diesem Ratgeber - Öffnungsklausel PKV Beamte: Private Krankenversicherung trotz Vorerkrankung

Grundsätzlich können Beamte bei der Wahl der Krankenversicherung frei zwischen Gesetzlicher und Private Krankenversicherung wählen. Für den Großteil von Beamten ist die Absicherung über die Private Krankenversicherung in der Regel jedoch die beste Wahl. Die Beihilferegelungen durch Bund und Länder ermöglichen Beamten den Zugang zur privaten Krankenversicherung zu besonders günstigen Konditionen.

Doch bereits bestehende Vorerkrankungen oder Behinderungen bei Antragstellung können den Zugang in die PKV erschweren. Je nach Gesundheitszustand können Beitragszuschläge oder sogar eine Ablehnung die Folge sein. Beamte genießen jedoch ein besonderes Privileg: Sie können über die sogenannte Öffnungsaktion oder Öffnungsklausel für Beamte trotz schwerwiegender Vorerkrankungen oder Behinderungen in die private Krankenversicherung aufgenommen werden.

Dennoch gilt es bei der Öffnungsaktion für Beamte einiges zu beachten. Sie ist nicht automatisch die beste Wahl für alle Beamten mit Vorerkrankungen. In diesem Ratgeber erfährst Du alles rund um die Beamtenöffnungsklausel, Voraussetzungen, Vor- und Nachteile sowie potenzielle Alternativen.

Was ist die PKV Öffnungsaktion für Beamte?

Die PKV Öffnungsaktion für Beamte (oft auch Öffnungsklausel genannt) ist eine Sonderregelung, mit der Du als Beamter bzw. Beamtenanwärter trotz Vorerkrankungen oder Behinderungen in eine beihilfekonforme PKV kommen kannst. Sie garantiert also die Aufnahme in die PKV für Beamte trotz Vorerkrankung, selbst wenn Du über die normale Gesundheitsprüfung eine Ablehnung erhalten würdest.

In der Praxis bedeutet das für dich Folgendes:

  • Erleichterte Aufnahme in die private Krankheitskostenvollversicherung für Beamte (Restkostenabsicherung zur Beihilfe).
  • Kontrahierungszwang für teilnehmenden Versicherer: Du wirst nicht aus Risikogründen abgelehnt.
  • Keine Leistungsausschlüsse innerhalb des begünstigten PKV-Schutzes.
  • Begrenzte Risikoszuschläge für Beamte: Falls ein Zuschlag nötig ist, ist er auf max. 30% des Tarifbeitrags begrenzt.
PKV Beratung freier Versicherungsmakler

Voraussetzungen für die Teilnahme an der PKV Öffnungsaktion für Beamte

Damit Du als Beamter über die Öffnungsklausel in die PKV aufgenommen werden kannst, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Vorversicherung PKV Öffnungsklausel

Für die PKV-Öffnungsaktion für Beamte gilt bei der Vorversicherung grundsätzlich: Sie ist in erster Linie für den erstmaligen Zugang zur PKV gedacht. Wer bereits eine PKV-Krankheitskostenvollversicherung hat oder früher hatte, kann die Öffnungsaktion in der Regel nicht nutzen. Ausnahmen sind je nach Einzelfall möglich. Eine bestehende Anwartschaft gilt grundsätzlich ebenfalls als Vorversicherung und kann die Teilnahme an der Öffnungsaktion ausschließen. Ausnahme: Du nutzt die Öffnungsaktion beim selben Versicherungsunternehmen, bei dem die Anwartschaft bereits besteht.

Berechtigte Personen für die Teilnahme an der PKV-Öffnungsaktion

Beihilfeberechtigte Personen

  • Beamte auf Widerruf seit 2019 (z.B. Beamtenanwärter, Referendare)
  • Beamtenanwärter (z.B. erstmalige Verbeamtung; je nach Fall auch Beamte auf Probe/Zeit/Lebenszeit)
  • Freiwillig gesetzlich versicherte Beamte (unter bestimmten Voraussetzungen)
  • Richter mit Beihilfeanspruch
  • Kirchenbeamte mit Beihilfeanspruch
  • Beihilfeberechtigte Dienstordnungsangestellte (z.B. bei Sozialversicherungsträgern und Berufsgenossenschaften)
  • Beihilfeberechtigte Berufsanfänger bei öffentlich-rechtlichen Banken (z.B. Sparkassen, Landesbanken)
  • Teilweise Abgeordnete (z.B. mit beihilfeähnlichem Anspruch, je nach Regelung)

Heilfürsorgeberechtigte Personengruppen (in der Regel über Anwartschaft)

  • Zeit- und Berufssoldaten
  • Bestimmte Polizei- und Feuerwehrbeamte mit Heilfürsorgeanspruch
  • je nach Konstellation auch weitere heilfürsorgeberechtigte Laufbahnen möglich

Angehörige (wenn beihilfeberechtigt/berücksichtigungsfähig)

  • Ehepartner, eingetragene Lebenspartner und Kinder
  • In bestimmten Fällen auch Witwen und Waisen, sofern beihilferechtlich berücksichtigungsfähig

Fristen für die PKV Öffnungsaktion

Die Öffnungsklausel kannst Du in der Regel nur in einem begrenzten Zeitfenster in Anspruch nehmen: innerhalb der ersten sechs Monate nach der erstmaligen Verbeamtung. Maßgeblich ist dabei der Beginn des Beamtenverhältnisses und vor allem der Zeitpunkt, an dem der Antrag beim teilnehmenden Versicherer eingeht, nicht das Datum, an dem der Versicherungsschutz tatsächlich startet.

Für Beamte auf Probe kann sich dieses Zeitfenster unter bestimmten Voraussetzungen noch einmal öffnen, wenn sie zuvor als Beamte auf Widerruf in der GKV versichert waren. Auch berücksichtigungsfähige Familienangehörige müssen ihre Aufnahme in der Regel innerhalb von sechs Monaten ab dem Zeitpunkt beantragen, ab dem sie erstmals bei der Beihilfe berücksichtigt werden können.

Versicherungsgesellschaften mit Öffnungsklausel für Beamte

Viele große PKV-Anbieter beteiligen sich an der Öffnungsaktion für Beamte, allerdings mit teils unterschiedlichen Tarifwelten, Serviceleistungen und Spielräumen bei der Umsetzung. Deshalb reicht es nicht, nur „irgendeinen“ Versicherer zu wählen: Wer die Öffnungsklausel PKV Beamte nutzen will, sollte die Optionen gezielt vergleichen (Beihilfe-Tarife, passende Bausteine, Beitragslogik), bevor der Antrag gestellt wird.

Wir helfen Dir dabei, die passenden Tarife in der Öffnungsaktion für Beamte zu finden. Nimm einfach unverbindlich Kontakt zu uns auf und lass dich von unseren Experten für die PKV Öffnungsaktion für Beamte beraten. Die Erstberatung ist bei uns immer kostenlos.

Teilnehmende Versicherungen: 

  • Allianz Private Krankenversicherungs-AG
  • Bayerische Beamtenkrankenkasse Aktiengesellschaft
  • DBV Deutsche Beamtenversicherung
  • Debeka Krankenversicherungsverein a.G.
  • DKV Deutsche Krankenversicherung AG
  • Generali Deutschland Krankenversicherung AG
  • HALLESCHE Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit
  • HUK-COBURG-Krankenversicherung AG
  • INTER Krankenversicherung AG
  • LIGA Krankenversicherung katholischer Priester VVaG
  • Münchener Verein Krankenversicherung a.G.
  • ottonova Krankenversicherung AG
  • SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G.
  • Süddeutsche Krankenversicherung a.G.
  • UKV – Union Krankenversicherung AG
  • Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG
    Quelle: Beamte in der PKV
Wichtig: Du hast nur einen Versuch!

Die Öffnungsaktion für Beamte kannst Du in der Regel nur ein einziges Mal nutzen. Deshalb solltest Du dich vor dem Antrag gründlich informieren und nicht „auf gut Glück“ unterschreiben: Entscheide bewusst, welcher Versicherer und welcher beihilfekonforme Tarif langfristig zu dir passt. Die Unterschiede sind teilweise enorm und deine Wahl begleitet dich im Idealfall ein Leben lang.

Beamtenöffnungsklausel nicht vorschnell nutzen

Die PKV Öffnungsklausel für Beamte klingt im ersten Moment wie der sichere Ausweg bei Vorerkrankungen: Du wirst aufgenommen, der Zuschlag ist begrenzt, fertig. In der Praxis kann genau diese „schnelle Lösung“ aber zum teuren Fehler werden, weil Du dich damit unter Umständen dauerhaft auf einen Versicherer festlegst, obwohl eine reguläre Aufnahme (oder eine bessere Tarifkombination) möglich gewesen wäre.

Der wichtigste Grund: Nicht jeder Versicherer bewertet jede Vorerkrankung gleich. Ein Beispiel: Für den einen Anbieter kann Asthma oder Bluthochdruck ein echtes Problem sein, der nächste stuft das deutlich entspannter ein. Das ist abhängig von Verlauf, Medikation, Arztberichten und dem Gesamtbild. Wenn Du hier ohne Vorarbeit direkt den Weg über die Öffnungsklausel gehst, verzichtest Du möglicherweise auf bessere Leistungen, mehr Tarifauswahl und langfristig günstigere Beiträge.

Vorteile einer regulären Aufnahme in die PKV

Wenn eine normale, beihilfekonforme PKV-Aufnahme klappt (ohne Öffnungsaktion), hast Du oft mehr Spielraum, deinen Versicherungsschutz sinnvoll zu gestalten. Das ist vor allem deshalb relevant, weil viele Beamte nicht nur „irgendwie in die PKV“ wollen, sondern bestimmte Punkte wichtig sind, wie zum Beispiel:

  • starke Leistungen beim Zahnarzt (z.B. Zahnersatz, Implantate, Material-/Laborkosten)
  • vernünftige Erstattung bei Heilmitteln (Physiotherapie, Logopädie)
  • gute Absicherung von Hilfsmitteln (z.B. Hörgeräte, orthopädische Versorgung)
  • passende Regelungen zu ambulanten Leistungen oder optional Heilpraktiker (je nach Tarifwelt)

Bei einer regulären Aufnahme in die PKV kannst Du häufig zusätzlich einen Beihilfeergänzungstarif sinnvoll integrieren, um typische Lücken und Kürzungen der Beihilfe abzufangen. Genau diese Bausteine sind in der Öffnungsaktion oft nicht oder nur sehr eingeschränkt verfügbar. Selbst wenn Du über die Öffnungsklausel in die PKV kommst kann es sein, dass Du später mehr zuzahlst, als Du es bei einem anderen Weg müsstest.

Du hast in der Öffnungsaktion praktisch nur einen Versuch

Wenn Du einen Antrag über die Öffnungsklausel stellst, gilt faktisch: Du bindest dich an den ersten teilnehmenden Versicherer, bei dem Du den Antrag einreichst. Danach gibt es in der Regel keinen zweiten Versuch, um einen anderen Anbieter zu wählen. Genau deshalb sollte die Reihenfolge immer sein:

  1. erst anonym prüfen, was regulär möglich ist mit Hilfe der anonymen Risikovoranfrage
  2. dann entscheiden, ob die Öffnungsaktion wirklich der beste Weg ist

Online Beratung PKV Öffnungsklausel mit Anonymer Risikovoranfrage

Unsere Erfahrung zeigt: Viele Beamte schätzen sich gesundheitlich kränker ein, als es die Versicherer am Ende bewerten. Manchmal reicht schon eine saubere Aufbereitung (Diagnose, Verlauf, Medikation, Arztunterlagen), um regulär in einen guten Beihilfetarif zu kommen. Und selbst wenn klar ist, dass es am Ende die Öffnungsklausel wird, brauchen wir die Voranfrage bzw. mindestens den Gesundheitsfragebogen, um:

  • ein vollständiges Bild zu bekommen (nicht nur „ich habe X“, sondern: wie schwer, wie aktuell, wie behandelt)
  • realistische Alternativen zu prüfen (Tarife, Anbieter, Bausteine)
  • strategisch mitzudenken, ob später ggf. ein Wechsel in die „Normalversicherung“ möglich sein kann, denn bei bestimmten Krankheitsbildern kann das nach einigen Jahren realistisch werden, wenn Punkte aus den Abfragezeiträumen herausfallen

Außerdem erleben wir immer wieder, dass Interessierte bei vorherigen Beratungen pauschal negatives Feedback erfahren haben. Nicht, weil es wirklich aussichtslos wäre, sondern weil Voranfragen viel Arbeit für Berater und Kunden sein können und nicht jeder Berater Lust auf langwierige Anfragen hat, deren Ausgang ungewiss ist. Genau hier setzen wir an: PKV für Beamte ist unsere Expertise, inklusive Online-Beratung und Begleitung bei der Öffnungsaktion gegen Honorar, aber eben mit dem wichtigen Schritt davor: der anonymen Risikovoranfrage.

PKV Anbietervergleich Öffnungsaktion für Beamte

Ein Vergleich der Anbieter zur Öffnungsklausel für Beamte in der PKV ist auch dann wichtig, wenn Du denkst „ich komme sowieso nur über die Öffnungsaktion rein“. Denn selbst innerhalb der Öffnungsaktion gibt es spürbare Tarifunterschiede für Beamte: Leistungen und die Ausgestaltung beihilfekonformer Kerntarife unterscheiden sich je nach Versicherer. Ein erfahrener Versicherungsmakler kann dabei strategisch prüfen, welcher Anbieter Vorerkrankungen wie bewertet und wo sich durch eine geschickte Tarif- und Anbieterwahl Vorteile erzielen lassen. Zum Beispiel, indem wichtige Leistungen (die sonst nur über Beihilfeergänzungstarife erreichbar wären, die Du in der Öffnungsaktion oft nicht bekommst) bereits im Kerntarif möglichst sauber abgebildet werden. Wie bereits erwähnt, hast Du für die Antragstellung bei der Öffnungsaktion für Beamte nur eine Chance. Umso wichtiger ist der freie Vergleich durch einen erfahrenen Versicherungsmakler für Beamte.

Vorteile und Nachteile der Beamtenöffnungsklausel PKV

Vorteile PKV Öffnungsaktion ✅Nachteile PKV Öffnungsaktion ❌
PKV trotz Vorerkrankung möglich: erleichterter Zugang für Beamte, wenn die Aufnahme über die normale Gesundheitsprüfung schwierig/unmöglich istBegrenzte Auswahl an Versicherungsgesellschaften: Es nehmen Deutschlandweit nur 18 Versicherer teil
Keine Ablehnung aus Risikogründen (bei erfüllten Voraussetzungen und Fristen)Tarif-/Auswahlspielraum begrenzt: je nach Versicherer nicht jede Tarifvariante/Upgrade-Option verfügbar
Keine Leistungsausschlüsse innerhalb der beihilfekonformen RestkostenversicherungNicht automatisch „beste“ Lösung: manchmal ist die normale Gesundheitsprüfung (mit passendem Anbieter) leistungsstärker oder günstiger
Risikozuschlag gedeckelt: maximal bis 30%Beihilfe-Limits bleiben bestehen: Leistungen nur im Rahmen der Beihilfe. Keine automatische „Aufstockung“ darüber hinaus
Planbarer Einstieg in eine beihilfekonforme PKV, auch bei komplexer Krankengeschichte oder BehinderungZusatzbausteine oft separat: z.B. Beihilfeergänzung/Komfortleistungen können ausserhalb der Öffnungslogik bewertet werden
Sinnvoll nur für „Problemfälle“: wenn sonst Ablehnung oder sehr hohe Zuschläge drohenBeitrag kann trotzdem steigen: 30% Zuschlag können über Jahre spürbar sein
Angehörige können häufig mit rein (unter Voraussetzungen)Fristen sind hart: entscheidend ist die Antragstellung innerhalb der Frist, nicht der Versicherungsbeginn
„Nur ein Versuch“: die Öffnungsaktion kann in der Regel nur einmal genutzt werden. Falsche Wahl kann weitreichende Folgen haben
Späterer Versichererwechsel schwierig: Wechsel bedeutet meist wieder Gesundheitsprüfung (gerade mit Vorerkrankungen)

Fazit: Öffnungsklausel ja, aber erst nach Prüfung regulärer Aufnahme

Die Öffnungsklausel ist ein wertvolles Sicherheitsnetz für Beamte. Aber: Sie ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn Du vorher geprüft hast, ob Du nicht doch regulär in die PKV aufgenommen werden kannst und so besser fährst, finanziell und leistungsmäßig.

Nimm jetzt unverbindlich Kontakt mit uns auf und lass dich in einem kostenlosen Erstgespräch zum Thema Öffnungsaktion für Beamte beraten.

Die Öffnungsklausel (auch Öffnungsaktion) ist eine besondere Aufnahmeregelung in der Privaten Krankenversicherung (PKV) für Beamte. Sie soll Beamten und bestimmten beihilfeberechtigten Personengruppen den Einstieg in eine beihilfekonforme PKV erleichtern, selbst wenn Vorerkrankungen oder eine Behinderung eine reguläre Aufnahme verhindern würden.

In der Praxis bedeutet das häufig: Du wirst bei Einhaltung der Voraussetzungen und Fristen nicht aus Risikogründen abgelehnt, Leistungsausschlüsse sind innerhalb der begünstigten Restkostenversicherung nicht vorgesehen und ein möglicher Risikozuschlag ist auf maximal 30% gedeckelt. Wichtig ist: Es handelt sich um eine Restkostenversicherung, die auf deine Beihilfe abgestimmt ist.

Teilnahmeberechtigt sind grundsätzlich verschiedene beihilfeberechtigte Personengruppen, also nicht nur klassische Beamte. Dazu zählen häufig Beamte auf Widerruf (z.B. Referendare/Beamtenanwärter), Beamtenanfänger sowie weitere Gruppen mit Beihilfeanspruch (z.B. bestimmte Richter oder Kirchenbeamte). Je nach Konstellation können auch heilfürsorgeberechtigte Personengruppen (z.B. bestimmte Polizei-/Feuerwehrbeamte oder Soldaten) betroffen sein, dann oft über eine Anwartschaft.

Zusätzlich können in vielen Fällen auch berücksichtigungsfähige Angehörige (Ehepartner, eingetragene Lebenspartner, Kinder) unter die Öffnungsaktion fallen.

Bei der Öffnungsaktion für Beamte sind Fristen entscheidend. Häufig gilt ein Zeitfenster von 6 Monaten (z.B. ab Beginn des Beamtenverhältnisses/der erstmaligen Verbeamtung). Das Wichtigste: Für die Fristwahrung ist in der Regel der Eingang des Antrags beim Versicherer ausschlaggebend, nicht unbedingt der Versicherungsbeginn. Deshalb solltest Du deine Optionen früh prüfen und die Antragstellung sauber planen.

Ja, Du musst Gesundheitsfragen bei Antragsstellung wahrheitsgemäss und vollständig beantworten. Die Öffnungsaktion ersetzt keine sauberen Angaben, sie verändert vor allem die Konsequenzen (z.B. keine risikobedingte Ablehnung, begrenzter Zuschlag), sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

Im Rahmen der Öffnungsklausel ist ein möglicher Risikozuschlag auf maximal 30% des Tarifbeitrags begrenzt. Ob überhaupt ein Zuschlag erhoben wird, hängt von der jeweiligen Gesellschaft und deiner gesundheitlichen Ausgangslage ab.

Innerhalb der begünstigten beihilfekonformen Restkostenversicherung sind Leistungsausschlüsse in der Praxis nicht vorgesehen. Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber einer regulären Gesundheitsprüfung, bei der je nach Fall, Ausschlüsse oder andere Einschränkungen möglich sein können.

Trotzdem kann es Versorgungslücken geben: Nicht wegen Ausschlüssen im PKV-Vertrag, sondern weil die Beihilfe je nach Beihilfeverordnung bestimmte Leistungen kürzt oder nicht als beihilfefähig einstuft.

„Begünstigt“ klingt erstmal positiv, bedeutet in der Praxis aber oft: Du erhältst eine beihilfekonforme Restkostenversicherung, die sich stark an der Beihilfe orientiert. Die PKV ersetzt dabei nicht „mehr als Beihilfe“, sondern deckt in der Regel den Rest ab, der nach der Beihilfe übrig bleibt.

Je nach Beihilfeverordnung kann das zu Lücken führen, weil bestimmte Leistungen gekürzt oder gar nicht beihilfefähig sind. Häufig betrifft das Heilmittel (z.B. Physiotherapie, Logopädie), Hilfsmittel (z.B. Hörgeräte, orthopädische Versorgung), Zahnersatz (Material-/Laborkosten) oder Kuren. Genau deshalb muss der Kerntarif besonders gut gewählt werden.

Ein Vergleich der Anbieter zur Öffnungsklausel für Beamte in der PKV lohnt sich, weil die teilnehmenden Versicherer zwar nach dem gleichen Grundprinzip aufnehmen, die Tarifwelten aber trotzdem unterschiedlich sind.

Und weil über die Öffnungsaktion häufig kein vollwertiger Beihilfeergänzungstarif verfügbar ist, muss der Grundschutz umso besser passen. Mit der richtigen Anbieter- und Tarifwahl lassen sich Leistungsnachteile häufig minimieren.

Weil die Öffnungsaktion in vielen Fällen der „sichere Weg“ ist, aber nicht immer der beste. Nicht jeder Versicherer bewertet jede Vorerkrankung gleich. Was bei Anbieter A teuer ist oder zur Ablehnung führt, kann bei Anbieter B im Rahmen einer regulären Prüfung deutlich entspannter ausfallen.

Eine anonyme Risikovoranfrage gibt dir Klarheit, ob eine reguläre Aufnahme möglich ist (oft mit mehr Tarifoptionen und besseren Ergänzungen). Außerdem schützt sie dich davor, vorschnell deinen einzigen Versuch in der Öffnungsaktion zu nutzen.

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Verfasst von Torsten Priesemann

Torsten Priesemann ist Spezialist rund um das Thema Kranken- und Pflegeversicherung bei der RISK007 GmbH. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung als freier Versicherungsmakler hat sich Torsten dem komplexen Themengebiet der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung in Deutschland verschrieben. Er berät Kunden mit einzigartiger Sorgfalt und Hingabe, um gemeinsam die individuell passenden Tarife zur Absicherung existenzieller Risiken zu finden.
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